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  Jahresbilanz der Lippischen Industrie  
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Jahresbilanz der Lippischen Industrie


Arbeitgeberverband sieht Umsätze weiterhin auf niedrigem Niveau

Die lippische Industrie hat das Jahr 2009 mit einem deutlichen Minus abgeschlossen. Der Arbeitgeberverband Lippe geht nach wie vor von einer schwierigen Phase aus, in der sich die lippische Wirtschaft befindet. Dies Resümee ist laut einer Pressemitteilung des Arbeitgeberverbandes aus dem Jahresergebnis der amtlichen Statistik, die nun mehr aktuell vorliegt, abzuleiten.

Die wirtschaftliche Lage in den lippischen Industrieunternehmen ist demnach weiterhin kritisch. Die 122 Unternehmen, mit in der Regel 50 und mehr Beschäftigten, erwirtschafteten im Jahr 2009 einen Gesamtumsatz in Höhe von 3,88 Mrd. Euro. Dieses entspricht einem Rückgang von 20,75% im Vergleich zum Vorjahr.

Marc-Henning Galperin, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Lippe, hofft, dass sich das Umsatzniveau in den nächsten Monaten weiterhin stabilisieren wird. „Das jetzt vorliegende Ergebnis ist wahrlich kein Grund zum Jubeln“, so Galperin, „dennoch sind für das laufende Jahr unsere mittel- bis langfristigen Perspektiven trotz nach wie vor bestehender Risiken gut. Jetzt gilt es, die schwierige Durststrecke erfolgreich zu überwinden, damit wir am Ende des Weges sagen können, dass wir die Krise erfolgreich gemeistert haben“.

45,7% des gesamten lippischen Industrieumsatzes wurden im Ausland erwirtschaftet.
Insgesamt ist der Auslandsumsatz um 23% auf 1,63 Mrd. Euro geschrumpft.
Im Inland hat die lippische Industrie im Jahr 2009 einen Umsatz von 2,25 Mrd. Euro erwirtschaftet. Auch hier ist im Vergleich zum Vorjahr der Umsatz um 19% zurückgegangen. Die Zahl der Beschäftigten lag zum Jahresende 2009 bei 23.489, was einem Rückgang von 3,41% entspricht. „Dass der Rückgang bei der Zahl der Beschäftigten relativ moderat im Vergleich zum Umsatzrückgang geblieben ist, zeigt, dass unsere Betriebe trotz dieser gravierenden Auftragsrückgänge ihrer gesellschaftlichen Verantwortung in dieser Krisenzeit nachgekommen sind, in dem sie alles Mögliche getan haben, um Beschäftigung zu halten“, so Galperin.

Die Entwicklung der wichtigsten lippischen Industriebranchen, zu denen die Elektro-Industrie, der Maschinenbau, die Holzverarbeitung und die kunststoffverarbeitende Industrie zählen, stellt sich unterschiedlich dar. Die Elektro-Industrie mit ihren insgesamt 7.776 Beschäftigten (-3,6%) hat einen Umsatz von rund 1,4 Mrd. Euro erwirtschaftet. Dieses entspricht einem Rückgang von 25,1%. Der Auslandsmarkt ist mit einem Gesamtvolumen von 801 Mio. Euro um 23,5% eingebrochen, der Inlandsmarkt mit seinen rund 600 Mio. Euro Umsatzvolumen sank um 27,2%.

Die 11 Betriebe des lippischen Maschinenbaus mit mehr als 50 Beschäftigten haben sich im Vergleich zu den anderen Branchen am schlechtesten entwickelt. Hier sank der Umsatz um rund 34,5% auf 277 Mio. Euro. Dabei ist der Inlandsmarkt mit rund 110 Mio. Euro Umsatzvolumen um 36,2% und der Auslandsmarkt um 33,3% auf 167 Mio. Euro eingebrochen. Die Zahl der Beschäftigten sank um 7,45% auf 1788 zum Jahresende 2009.












Die lippische Kunststoffindustrie mit insgesamt 2.750 Beschäftigten (-3,03%) musste einen Umsatzrückgang von 25,2% auf 353 Mio. Euro verkraften. Das Auslandsgeschäft brach um 27,8% ein und konnte nur noch einen Jahresumsatz von 65 Mio. Euro bilanzieren. Das Inlandsgeschäft hat ebenfalls deutlich verloren. Mit einem Minus von 24,6% sind im Jahre 2009 in der lippischen Kunststoffindustrie 288 Mio. Euro Inlandsumsatz erwirtschaftet worden.

Die holzverarbeitende Industrie in Lippe konnte mit ihren 18 Betrieben ein Umsatzvolumen von 346 Mio. Euro erwirtschaften. Hier lag das Minus lediglich bei 5,1%. Das Exportgeschäft brach um 14,3% auf 72 Mio. Euro ein. Der Inlandsmarkt zeigte sich relativ stabil. Hier sank der Jahresumsatz lediglich um 2,3% auf insgesamt 274 Mio. Euro.


Für Marc-Henning Galperin, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Lippe, zeigen diese deutlich zweistelligen Einbrüche, dass auch Lippe nachhaltig von der Wirtschaftskrise erfasst wurde.


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